Sensible Phasen und Perioden

Sensible Phasen und Perioden nach Maria Montessori 


in der Entwicklung der Kinder gibt 4 verschiedene Phasen.

Die  erste Phase beginnt im Alter von 0 bis 3 Jahre. 

ORDNUNG. BEWEGUNG   SPRACHE


- Phase des „absorbierenden Geists“

erste Orientierung im Leben 

- Kinder lernen, sich eigenständig im Raum zu bewegen

versuchen, Gegenstände aus der Umgebung richtig einzuordnen

- Ausbildung der Hand-Auge-Koordination, des Gleichgewichts sowie der Fein- und Grobmotorik

- in dieser Zeit kann eine Sprache spielend leicht erlernt werden

- wiederkehrende Rituale, feste Abfolgen und Regeln geben Sicherheit und Halt.


Die zweite Phase beginnt ab dem dritten Lebensjahr bis hin zum sechsten Lebensjahr. 


BEWUSSTSEIN.  VERVOLLKOMMUNG


  • Phase des „absorbierenden Geists“
  • erste Orientierung im Leben
  • Kinder lernen, sich eigenständig im Raum zu bewegen
  • versuchen, Gegenstände aus der Umgebung richtig einzuordnen
  • Ausbildung der Hand-Auge-Koordination, des Gleichgewichts sowie der Fein- und Grobmotorik
  • in dieser Zeit kann eine Sprache spielend leicht erlernt werden
  • wiederkehrende Rituale, feste Abfolgen und Regeln geben Sicherheit und Halt

Die dritte Phase beginnt ab dem sechsten Lebensjahr bis zum 12 Lebensjahr. 


MORALISCHES BEWUSSTSEIN  UND ABSTRAKTES DENKEN


- stabile Phase, in der keine großen Veränderungen anstehen

- Freundschaften und Hobbys nehmen einen immer größeren Raum ein

- Gerechtigkeitssinn ist zu dieser Zeit besonders ausgeprägt

- in der Gemeinschaft wird zwischen „Gut und Böse“ unterschieden


Die vierte und letzte Phase beginnt ab dem 12 Lebensjahr bis zum 18 Lebensjahr. 


WISSENSCHAFT. GESELLSCHAFT UND POLITIK 


- Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung

- Jugendliche müssen ihren Platz in der Welt suchen

- bisherige Ansichten werden infrage gestellt oder neu bewertet

- Freunde bilden den Lebensmittelpunkt

- Jugendliche sind hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Geborgenheit und dem Wunsch nach Selbstständigkeit.

- Kinder möchten Zusammenhänge erforschen und durchschauen .



Aber was sind eigentlich sensible Phasen? 


Es handelt sich bei den sensiblen Phasen um Perioden, in denen Kinder besonders empfänglich sind für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten. 

Jedes Kind durchläuft diese Phasen in der entsprechenden Reihenfolge. Zudem bauen die sensiblen Perioden alle aufeinander auf.

Sensible Phasen dauern immer nur einen gewissen Zeitraum an. Sie werden es bestimmt schon oft selber gemerkt haben bei ihrem Kind, dass es sich zum Beispiel plötzlich für bestimmte Gegenstände und deren zuordnen interessierte. Das ist der Beginn einer sensiblen Phase.

Sobald die Fähigkeiten erlernt sind, sinkt die Begeisterung und es entstehen automatisch neue Empfänglichkeit.


Bei uns in der Kindertagespflege ist die erste Phase am wichtigsten. 


Gerade die ersten 3 Lebensjahre sind eine besonders wichtige Zeit für die Entwicklung unserer Kinder, da in dieser Zeit die Grundbausteine für Lern- und Beziehungsfähigkeiten gelegt werden. Durch Ausprobieren und nachahmen lernen sie die Welt zu begreifen. Dafür benötigen sie vor allem eine sichere Bindungsbeziehung, die ihnen Geborgenheit und Sicherheit bietet.


In der Entwicklung eines Kindes geht es immer darum, dass es immer selbstständiger wird und seine eigene Persönlichkeit entfalten kann.

Vor allem im Kleinkindalter werden die Eindrücke aus der Umgebung und der gesamten Umwelt wie ein Schwamm aufgesaugt. Um einem Kind genau das geben zu können,was es braucht, müssen Eltern und Fachkräfte das Kind genau beobachten. In jeder sensiblen Phase geht es darum, das Kind zu stärken und aktiv in der Entwicklung zu unterstützen.

In der ersten sensiblen Phase ist es wichtig, dass  Eltern und Erzieher darauf achten, dass ein Kind die Möglichkeit bekommt, sich bezüglich der Bewegungen frei zu entfalten.

In dieser Phase ist es wichtig dem Kind feste Tagesabläufe, Strukturen und Regeln zu geben beziehungsweise einzuführen. 

Auch Gegenstände die, die Grob und Feinmotorik schulen sind in dieser Phase sehr wichtig.

Lieder, Fingerspiele und Geschichten dienen dazu den Spracherwerb weiterzuentwickeln.